Heute sollte es Kultur bis Mitternacht werden.
Nach dem Rosenthalbesuch ging es 22.30 gleich anschließend zur nächsten kulturellen Veranstaltung auf dem Markt vor dem alten Rathaus. Seit längerer Zeit wieder, zeigte das Theater “Titanick“, 1990 von Künstlern aus Münster und Leipzig gegründet, einmal mehr den Leipzigern was es drauf hat. Es brachte den zu tausenden gekommenen Zuschauern die Homer Geschichte von den Irrfahrten Odyssseus, in ganz anderer einmaliger Form, als ein außergewöhnlichen Spektakel zur Aufführung. Titanick zeigt sich selbst bzw. das Schauspielerensemble auf IRRFAHRT. Die Zuschauer fühlten sich in die Anfänge des Theaters zurück versetzt. Zu diesem Zeitpunkt nahm man das Theater als Fest/Volkfest war. Bei der Aufführung spielten Elemente und Naturgewalten wie man schon bei früheren Aufführungen bekannte eine große Rolle. Auch wenn ich nur noch die letzte halbe Stunde zusehen konnte war es ein beeindruckendes Spektakel. Hervorragend ein Zusammenspiel von Musik und Technik. Die Zuschauer erlebten hervorragend agierende Schauspieler, denen man den Zauber am Spiel glaubhaft abnahm. Auf der Bühne wurde einfach alles geboten. Feuer, literweise Theaterblut, ein Kran. Man könnte die Liste der für die Kulisse verwendeten ungewöhnlichen Materialien unendlich fortsezten.
Insgesamt kann man sagen es war Effekt-Theater in höchster Vollendung.